Die Geschichte der Bregenzer Festspiele

Das Online-Archiv von 1946 bis in die Gegenwart

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20.07. - 21.08.2011
SparteProduktionSpielort
Spiel auf dem SeeAndré ChénierSeebühne
Oper im FestspielhausAchterbahnFestspielhaus
KammeroperDer blonde EckbertTheater am Kornmarkt
OrchesterkonzertWiener SymphonikerFestspielhaus
OrchesterkonzertSymphonieorchester VorarlbergTheater am Kornmarkt
OrchesterkonzertHallé OrchestraFestspielhaus
Musik & PoesieKammermusik & LiteraturSeestudio
SchauspielKinder der SonneTheater am Kornmarkt
SchauspielPeggy Pickit sieht das Gesicht GottesTheater am Kornmarkt
SchauspielWaisen (ÖEA)Theater Kosmos
Kunst aus der ZeitDer Beschwerdechor BregenzVorplatz Festspielhaus
Kunst aus der ZeitKAZ auf der WerktstattbühneWerkstattbühne
Kunst aus der ZeitKAZ - KonzerteSeestudio
FilmwocheFilmwocheMetro Kino
crosscultureProgramm für Familien und SchulenTheater Kosmos
crosscultureKinderprogrammSchule Weidach
crosscultureJugendprogrammTheater Kosmos

Der nasskalte Sommer 2011 bescherte den Bregenzer Festspielen begeisterte Besucher eines unbekannten Werks auf der Seebühne und erstmals eine Auftragskomposition als Oper im Festspielhaus.

Von "Opernwunder" bis "Riesenshow", von "Hollywood-Musiktheater" bis "fulminante Inszenierung" reichten die begeisterten Kritiken für Umberto Giordanos Revolutionsoper André Chénier auf der Seebühne. Als Basis, Inspiration und Symbol für ihre Inszenierung von André Chénier wählten Regisseur Keith Warner und Bühnenbilder David Fielding Der Tod des Marat, das bekannteste Gemälde des Revolutionsmalers Jacques-Louis David. Erstmals diente damit ein historisches Gemälde als Vorlage für die Bühnenkulisse im Bodensee: Sie zeigt den radikalen Revolutionsführer Jean Paul Marat, der 1793 von einer Anhängerin der Gegenpartei in seiner Badewanne erstochen wurde.

Unter dem Motto "Schöpfung" stand der Festspielsommer abseits der Seebühne ganz im Zeichen des Schwerpunkts mit Werken der britischen Komponistin Judith Weir. Höhepunkte waren die erste Uraufführung einer Oper im Festspielhaus, Weirs neuestes Werk Achterbahn, die Oper im Kornmarkt Der blonde Eckbert, die ebenfalls aus Weirs Feder stammt, sowie die zahlreichen vom Publikum bejubelten Orchesterkonzerte, die schöpferische Geister zwischen Byron und Michelangelo, Shakespeare und Goethe in den Mittelpunkt rückten.

Im Rahmen der Schauspielreihe waren das Deutsche Theater Berlin und das Schauspielhaus Wien zu Gast. Während sich Waisen des Engländers Dennis Kelly im Gastspiel des Schauspielhauses vor allem um den Verrat unserer Grundwerte drehte, stand beim Deutschen Theater Berlin mit Gorkis Kinder der Sonne und Schimmelpfennigs Peggy Pickit sieht das Gesicht Gottes vor allem Fragen von Ignoranz, Ohnmacht und Verantwortung im Zentrum.

"Nichts ist neu" – "Nothing is New" lautete die Antwort von Kunst aus der Zeit auf die diesjährige Festspielthematik. Zu sehen waren unter anderem Home Work, das neueste Werk des französischen Multimedia-Spezialisten François Sarhan, die Tanzperformance AS IF Stranger des Amerikaners Richard Siegal sowie das Stück Black Tie, das erste Bregenz-Gastspiel des bekannten Theaterkollektivs Rimini Protokoll.

Die Jugendreihe crossculture bot neben den Klassikern crossculture night und fest des kindes fand 2011 auch eine weitere Auflage der crossculture week statt. Das Familienkonzert der magische klang und die schurken zeigte, wie man seine größten Ängste musikalisch überwinden kann und so zitternde Knie mit Rhythmus in den Griff bekommt.